Josef Kiening: Genealogie und Haus-Chroniken für das Gebiet nordwestlich von München

Lochhausen, Langwied

Arbeitskreis Langwied Lochhausen historisch siehe Internetseite

Karl Sattler: Lochhausen- Langwied in der Vergangenheit und Jetztzeit

München 1931 (Buchdruckerei Bernhard Wagner)  144 Seiten

 Oberlehrer Sattler beschreibt seinen Heimatort und Schulsprengel, wozu auch Gröbenzell gehört. Häuser und Personen werden im Zusammenhang der Quellen-Zitate beschrieben. Einige Abbildungen.

Langwied Pfarrei-Zugehörigkeit ?

1931 war die Gemeinde Langwied noch selbständig. Sie wurde erst 1941 nach München eingemeindet. Die Eingemeindung von Gröbenzell wurde ungefähr 1952 wieder rückgängig gemacht. Die Gemeinde war nach Langwied als größtem der 3 Orte benannt.

Schule und Kirche von Langwied befinden sich in Lochhausen.

Von Langwied gehörten einige Häuser am Südrand einschließlich der Mühle nicht zur Pfarrei Lochhausen, sondern zur Pfarrei Aubing.

Eine klare Trennung, welche Häuser zu welcher Pfarrei gehörten, ist nicht zu erkennen. Pfarrbucheinträge muß man stets in beiden Pfarreien suchen. Im Heiratsbuch von Aubing sind für alle Häuser in Langwied Einträge zu finden, jedoch für kein Haus vollständig.

Freiham

Die Gut Freiham (mit Moosschwaige) gehörte zur Pfarrei Lochhausen, obwohl es näher an Aubing liegt.  Außer dem Gutbesitzer und dem Mesner wohnten in Freiham viele Tagwerker. Diese hatten keinen Hausbesitz und die Fluktuation ist groß. Deshalb gibt es in Freiham viele Heiraten und Taufen. Diese Paare verschwinden meist nach kurzer Zeit wieder.  Genealogische Zusammenhänge über mehrere Generationen sind selten herzustellen.

Gröbenzell

Der Gröbenzollner war für die Instandhaltung der Straße und die Brücke über den Gröbenbach zuständig. Jahrhundertelang war das ein einzelnes Haus. Selbst im Historischen Atlas von Bayern wurde dieses Haus und damit der ganze Ort vergessen, da der Gröbenzollner als Beamter keine Steuern bezahlte und deshalb nicht im Steuerbuch von 1760, der Quelle des Historischen Atlas steht..  Der Zöllner war zwar Beamter, bekam aber kein Gehalt, sondern sollte von den Zoll-Einnahmen leben. Diese Einnahmen waren so karg, dass einige Zöllner einfach davon gelaufen sind und sich anderswo eine Existenz gesucht haben.

Bei mir finden Sie Gröbenzell im Ortsregister nach dem Stand des Erstkatasters von 1812.

Flächenmäßig gehörte Gröbenzell zur Gemeinde Aubing, zur Pfarrei und zur Schule ging man nach Lochhausen.
1942  wurde Gröbenzell zusammen mit Aubing nach München eingemeindet, aber vor 1952, oh Wunder, wieder ausgemeindet und hat sich seitdem zur Stadt entwickelt.
Pfarrbuch-Einträge der Gröbenzeller bis zur Datenschutz-Grenze 1900 stehen in den Pfarrbüchern von Lochhausen. Es sind nicht viele, da es bis 1900 nur wenige Häuser gab. Die Moos-Häusler, die heute zu Gröbenzell gehören, waren vor 1952 in der Pfarrei Olching / Emmering,  Mitterndorf oder Bergkirchen.

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(C) Josef Kiening, zum Anfang www.genealogie-kiening.de